Léon Bonnat – ein französischer Maler. Klassische Portraits und Historienbilder

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In Malerei

Léon Joseph Florentin Bonnat  (* 20. Juni 1833 in Bayonne; † 8. September 1922 in Monchy-Saint-Éloi, Département Oise) war ein französischer Maler.
Bonnat wurde zunächst in Madrid Schüler von Federico de Madrazo y Kuntz und trat dann mit 21 Jahren in das Atelier von Léon Cogniet in Paris ein. Seine Historienbilder zeichnen sich durch ein gediegenes, kräftiges, an den Spaniern gebildetes Kolorit und Harmonie der Farbe aus, seine Gestalten, frei von aller Koketterie, sind energisch modelliert, heben sich klar und lichtvoll hervor und zeigen eine große Schärfe der Charakteristik, die freilich bisweilen zur Rohheit gesteigert wird. 1874 schuf er einen „gekreuzigten Christus“, der wegen seiner naturalistischen, fast expressionistischen Darstellung bei Publikum und Kunstkritik gleichermaßen auf Ablehnung stieß.

Seit 1875 hat er sich vorzugsweise dem Porträt gewidmet und hierin einen großen Ruf in der Pariser Gesellschaft erlangt. Eins der ersten dieser Art war das Porträt der Schauspielerin Alix Pasca. Seine Meisterwerke sind die Bildnisse von Adolphe Thiers, Victor Hugo und Präsident Jules Grévy, welche sich durch Größe und Energie der Charakteristik und durch eine Modellierung von großer plastischer Kraft auszeichnen. 1915 wurde Bonnat in die American Academy of Arts and Sciences gewählt, zwei Jahre später auch zum Ehrenmitglied (Honorary NA) der National Academy of Design.

Im Alter von 89 Jahren starb er am 8. September 1922 in Monchy-Saint-Éloi, Dept. Oise.

 

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