Der russische Maler Nikolay Bogdanov-Belsky.

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In Malerei

Nikolaj Petrovich Bogdanov-Belsky (1868 – 1945), Kinder mit Balalaika, Öl auf Leinwand, 1929, zweifach signiert (in kyrillischer und lateinischer Schrift) sowie datiert, verso mit altem Klebeetikett, hier nochmal kyrillisch und lateinisch mit Namen des Künstlers bezeichnet sowie auf russisch betitelt ‚Deti s balalajkoj‘, 87 x 70 cm.

Nikolai Bogdanov-Belsky ist vor allem für seine Kinderbilder, die sein impressionistisches Hauptwerk darstellen, inter-national bekannt. Er zählt zu den Vertretern der russischen Wanderer-Bewegung.

Geboren wird er als unehelicher Sohn eines landlosen Bauern, unterrichtet vom Dorfpfarrer. In Prof. Rachinsky, einem reichen Grundbesitzer, findet er einen langjährigen Mäzen.
An der Kunstschule des Dreifaltigkeitsklosters von Sergijew Possad studiert er zunächst Ikonenmalerei, anschließend moderne Malerei bis 1889 an der Moskauer Hochschule. Bei Ilya Repin, dem Hauptvertreter der Wanderer-Bewegung, führt er seine Ausbildung an der Kaiserlichen Akademie der Künste in St. Petersburg fort. In privaten Ateliers in Paris bildet er sich auf Studienreisen weiter.
Danach bleibt er lange Jahre in St. Petersburg ansässig und wird (Gründungs-)Mitglied namhafter Künstlergruppen. 1914 wird er selbst Lehrender an der St. Petersburger Akademie. Sieben Jahre später siedelt er nach Riga über.

Der Künstler malt Landschaften, Stillleben, Genrebilder und vor allem Porträts, darunter Aristokraten, berühmte Zeitgenossen, wie Zar Nikolaus II., Kaiserin Maria Fjodorowna, Dmitri Pawlowitsch, Fürst Jussupow FF, F. Schaljapin und viele andere. Den Kontakt gewinnt er durch einen regen Schriftverkehr mit geeigneten Persönlichkeiten. International erfolgreiche Ausstellungen konnte Bogdanov-Belsky in Paris, Rom, New York, Berlin, Prag, Amsterdam, Kopenhagen und Moskau zeigen.
Sein Gesamtwerk umfasst besonders erzählerische Szenen aus dem russischen Landleben, einfühlsam geschilderte Bilder unbeschwerter, fröhlicher Kinder und impressionistische Landschaften.
Seine einzige Privatschülerin war die später in Zwickau lebende und lehrende Tatjana Lietz.
Wegen einer Operation reiste Bogdanov-Belsky nach Berlin und verstarb dort in einer Bombennacht.
Sein Grab befindet sich in der Abteilung 2, links hinter der Kapelle.

Quelle

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